«Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst»

Published by

Posted on Juni 27, 2013

In Wiesendangen hat man die Attacke von gestern noch nicht vergessen. Eine unbekannte Frau hatte einen Kindergärtler angegriffen und verletzt. Nun hat die Schule Massnahmen ergriffen.

Der Vorfall dauerte nur kurz und hinterliess eine leicht verletzte Oberlippe: eine unbekannte Frau attackierte in Wiesendangen am Mittwochvormittag zwei Jungen auf dem Weg in den Kindergarten, wobei sie einen der beiden packte, wie die Kantonspolizei gestern mitteilte (der «Landbote» berichtete).

Kindergärtler sollen vorerst auf dem Weg begleitet werden

Christian Bossuge, dem für den Kindergarten zuständigen Schulleiter, ist die Bestürzung über das Ereignis aber auch tags darauf noch deutlich anzuhören. «Wir sind sehr betroffen und nehmen das, was passiert ist, sehr ernst», sagt er. «Allerdings wissen wir noch nicht viel über die Hintergründe.» Die Sicherheit der Kinder und das Vertrauen der Eltern seien für die Schule sehr wichtig. Wenn dies in einem kleinen Ort wie Wiesendangen nicht gewährleistet sei, sei das schlimm. «Grundsätzlich plädieren wir als Schule sehr dafür, dass die Kinder den Schulweg selbständig gehen.» Nach dem Vorfall habe man aber sofort alle Eltern der Kindergärtner informiert und sie gebeten, die Kinder vorläufig auf dem Weg zu begleiten. Diese Empfehlung gelte auch für die Unterstufenschüler oder zumindest sollten die Kinder den Schulweg in Gruppen zurücklegen.

Mehr Polizeipräsenz

Nach wie vor ist die gesuchte Frau flüchtig. «Wir haben aber Hinweise von Zeugen und aus der Bevölkerung erhalten, denen wir nachgehen», sagt Beat Jost vom Mediendienst der Kantonspolizei. «Die Ergebnisse aus der Befragung des angegriffenen Kindes werden noch ausgewertet. Wenn ein fünfjähriges Kind eine Aussage macht, ist das für die Polizei immer eine schwierige Aufgabe.» Die Fragen seien deshalb von einer Spezialistin gestellt worden.

Bis auf Weiteres sorge die Polizei mit mehr Präsenz für Sicherheit. Derweil wird die Schule die Eltern laufend auf dem neusten Stand halten. «Diese Geschichte werden wir solange bearbeiten, bis sie wirklicht beendet ist», verspricht Schulleiter Bossuge.

Monika Schubarth

ADD A COMMENT